Die Computer- und Videospielbranche zählt inzwischen zu denen am stärksten prosperienden Branchen weltweit. So prognostiziert eine Studie von PricewaterhoueseCoopers bis 2009 ein weltweites Umsatzvolumen (ohne Hardware) von über 54 Mrd. US-Dollar. Ermöglicht wird diese Entwicklung durch die jährlich zunehmende Gaming-Gemeinschaft. Immer mehr Menschen nutzen die Möglichkeit, sich in ihrer Freizeit mit Computer- und Videospielen zu unterhalten und zu vergnügen. Der Computer bzw. die Konsole finden Einzug in die Wohn- und Kinderzimmer der Gesellschaft. Ein Ende dieser Entwicklung, ist auch trotz der anstehenden weltweiten Finanzkrise nicht zu erkennen. So standen auch im letzten Jahr Computer- und Videospiele ganz oben auf den Wunschzetteln der Jugendlichen.
eSport, als das wettkampfmäßige Spielen von Computer- und Videospielen im Mehrspielermodus, ist Teil dieser Gaming-Community. Sie bildet diejenigen Spieler ab, die sich in ihrer Freizeit am intensivsten mit Computer- und Videospielen beschäftigen. Dabei treten die Spieler gegen- und miteinander in unterschiedlichen Disziplinen auf Turnieren und in Ligen an. In Asien gehören solche Wettkämpfe zum Alltag und begeistern hunderttausende Zuschauer, mit der Folge, dass die Spieler inzwischen hauptberuflich dieser Tätigkeit nachgehen. Auch in Europa und Nordamerika wächst das Interesse an dieser jungen Sportart, die sich inzwischen von einer Randerscheinung zu einem festen Bestandteil der Jugendkultur und zu einer eigenen Branche entwickelt hat. So gibt es inzwischen allein in Deutschland über 1,5 Mio. solcher „eSportler“ die sich in 40.000 Teams organisieren. Weltweit zählen etwa 420 Mio. Menschen zu der Gaming-Community.
Besondere Merkmale dieser Gaming-Community sind die hohe soziale Vernetzung der Spieler, die ausgeprägte Affinität zu kommenden Technik-Trends und eine starke Motivation zur Erstellung eigener Inhalte (Webseiten, Videos, Blogs, etc.). Das bringt die Spieler dazu, dass sie sich in Teams zusammenfinden und Communities bilden, um eigene Webseiten zu kreieren, Spieltermine auszumachen, redaktionelle Berichte zu Spielen zu erstellen und vieles mehr. Dies ist soweit fortgeschritten, dass sich die Teams in Sportvereinen und anderen Gesellschaftsformen organisieren und klare Aufgabenverteilungen haben. So gibt es ein Management, das sich explizit um den Spielbetrieb und die Organisation kümmert, während eine redaktionelle Abteilung die Webseite und Community betreut und Spieler regelmäßig ihre Trainingseinheiten absolvieren.
Mit dem Wachstum dieser noch jungen Branche wächst aber auch der Anspruch an Transparenz und Professionalität der Marktteilnehmer. So werden klare Regeln und Strukturen ebenso gefordert, wie der professionelle Umgang mit Spielern, Teams und Sponsoren. Um diesen Anforderungen gerecht werden zu können, treffen sich jährlich die internationalen eSport-Teams, Veranstalter, Wissenschaftler, Juristen und Medien, um über die notwendigen Maßnahmen, Entwicklungen und Lösungen zu diskutieren. Dieses Treffen findet seit 2004 jährlich auf der „International eSports Conference“ statt. Die International eSports Conference bildet mit ihrem Programm aus Branchentreffen, Vorträgen, Meetings, Seminaren und Geschäftsanbahnungen die führende Business- und Networking Plattform für eSport und Gaming-Communities
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